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It´s Tea Time – Was wir von den Briten lernen können!

Achtung, Achtung! Dieser Beitrag beginnt mit einer Suggestivfrage. Welches Land hat den größten Verbrauch an Tee pro Kopf?
Falsch! Es sind nicht die Briten. Auch wenn der Commonwealth die Wiege der europäischen Tee-Kultur ist;  – und demzufolge herrlich oft auf diesem britischen Klischee herumgetrampelt wird – die Plätze 1 und 2 sind in türkischen bzw. irischen Händen. Doch auch die Briten sind mit 1,94 Kilogramm pro Kopf keine Kinder von Traurigkeit, wenn es um feinsten Tee geht.
Auf der Insel reicht die Teekultur von „ein normales Alltagsgetränk“ bis zum waschechten Tee-Fetischismus. Wie man Tisch- und Teekultur zelebriert, das lässt sich von unseren „Nachbarn“ mit absoluter Sicherheit lernen.
Und auch wenn der hohe Deutsche Norden und das raue Ostfriesland ebenso über eine waschechte Teekultur verfügen, der Platzhirsch in diesen Gefilden ist die Insel!
Vom Porzellan über die Etagere für Scones und Sandwiches bis hin zur ewigen Frage „Mif or Tif“ – dem „WaldundWiesen-Engländer“ kann man in Sachen Tea einfach nicht das Wasser reichen. Und hier – da können wir uns an die Deutsche Nase packen – haben wir erhöhten Nachholbedarf! It´s tea time!
 

Tea Time – die legendäre Herkunft

Ihr Name sei gepriesen! Ohne Anna, die 7. Duchess of Bedford, hätten wir ein britisches Klischee weniger. Der Legende nach war der teuersten Dame die Zeit zwischen dem Mittagessen und der Abendtafel stets mit einem unschicken Hungergefühl vergällt. Bekanntlich macht Not erfinderisch und um dem hochwohlgeborenem Magenknurren entgegen zu wirken, wurde zur Nachmittagszeit ein kleiner Imbiss aus deftigen Sandwiches und süßem Gebäck serviert. Und ohne großes Aufsehen und Brimborium war er geboren; der englische 5-Uhr-Tee. (Achtung, Achtung! Die Bezeichnung „five o´clock tea“ ist weder eine britische Erfindung, noch kommt diese im britischen Sprachgebrauch vor)

Bis zum heutigen Tag zieht man sich zum low Tea (dieser Tea wird im guten Hause traditionell im Salon an einem niedrigen Teetisch eingenommen) zurück und man erinnert sich an die vergangenen Tage des Empires und freut sich auf den baldigen Vollzug des Brexit.   
 

Das DIY-Paket für die Tea Time

Natürlich lassen sich englische Etikette und der margaretrutherford´sche Stil eine Tasse zu genießen nicht an der Universität von Youtubeistan studieren. Doch auch für Entwicklungsteetische und Anfänger-Trinker ist ein Starterset zur Teatime nur wenige Mausklicks entfernt (und wer der Welt des E-Commerce ein wenig abschwören möchte, dem sei der Gang vor die Tür bzw. in die Shoppingstraßen des heimischen Viertels empfohlen)! Folgende „Inhaltsstoffe“ sind fester Bestandteil der echt Englischen Tee-Zeremonie und werden unter garkeinem Fall modifiziert, weggelassen oder in sonst einer Form „verschandelt“.
 

Die Einkaufsliste für die nächste Tee-Time:

Schwarztee: Es ist DIE unumstößliche Grundwahrheit zur Tea Time – man trinkt Schwarztee, nichts anderes. Kein aromatisiertes Gewäsch und auch keine horriblen Experimente inspiriert durch irgendeinen Food-Blogger oder Influencer-Kasperl. Tea Time steht für Stil und definitiv nicht für neumodernes Brimborium. 
 
Sandwiches: Die herzhafte Komponente für den 5-Uhr-Tee ist und bleibt das Sandwich. Und hierbei die echte-englische Version. Ungeröstetes Toast, abgeschnittene Ränder, Senf und natürlich Mayonnaise. In Sachen Belag gehen die Geschmäcker auseinander. So manches englische Rezept mag für den „Anfänger“ komisch anmuten …. Nur Mut! Hier wissen die Engländer ausnahmsweise, was sie tun.  

Scones: Das englische Kultgebäck gehört zu jeder Tee-Zeremonie. Wem der englische Supermarkt ume´Ecke fehlt, dem seien echte Backmischungen ans Herz gelegt. Auch wenn uns das Herz blutet, näher kommt man dem Originalgeschmack nicht.

Clotted Cream: Die englische Version des/der Butter. Clotted Cream wird aus roher Kuhmilch gemacht und erinnert an den deutschen Rahm. Dieser Brotaufstrich geht immer Hand in Hand mit den echt-englischen Marmeladen und Konfitüren.

Konfitüre: Über die hohe Kunst der englischen Marmeladenmanufaktur wurden schon tausende Regalmeter zu Papier gebracht. Man kann sie lieben oder man kann sie hassen, doch ignorieren kann man die englische Orangenmarmelade nicht. Sie gehört einfach zur Tea Time.  


 

Die vier Tees des Engländers

Was dem Inuit der Schnee ist dem Engländer der Tee! (Reimbonus +200) Selbstredend kennt der Brite mehrere Teezeiten und somit auch mehrere Arten seinen Tee einzunehmen. Wir bringen Licht ins Dunkel und erklären die vier Tees des Engländers:

Early Morning Tea: Die Tasse Tee des frühen Morgens. Wird direkt nach dem Aufstehen getrunken. In der Vergangenheit wurde dieser Tee auch gerne ans Bett serviert.

Afternoon Tea: Der klassische 5-Uhr-Tee. Traditionell mit Scones und Sandwiches serviert.

Light Tea: Eine eingedampfte Version des Afternoon Tea. Es werden nur kleine Gebäckstücke gereicht.

High Tea: Eine Mischung aus Afternoon Tea und dem Abendessen.  
 

Scones – unser Rezept

Scones-Rezept - Zutaten für ca. 18 Scones:

500 g Mehl
130 g Zucker
130 g Butter
2 Päckchen Backpulver
150 ml Milch
1 Eigelb
etwas Mehl für die Arbeitsplatte

 
  1. Alle trockenen Zutaten wie Mehl, Backpulver und Zucker zusammen mit der Butter zusammengeben und kneten. Anschließend langsam die Milch hinzugeben und den Teig mit den Händen oder den Knethaken des Mixers glatt kneten, bzw. rühren. Den fertigen Teig auf der bemehlten Arbeitsplatte ca. 2 cm dick ausrollen.


 
  1. Mit einer Ausstechform Scones aus dem Teig ausstechen. Dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Da die Scones beim Backen aufgehen, immer etwas Platz zwischen den einzelnen Teigförmchen lassen!


 
  1. Das Eigelb mit etwas Milch verrühren und mit einem Pinsel auf den ausgestochenen Scones verteilen. Im vorgeheizten Backofen auf Grad Umluft 10-12 Minuten backen. Die fertigen Scones kurz auskühlen lassen und noch warm mit Clotted Cream und Marmelade servieren. Und den Tee nicht vergessen!